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| Herstellungsverfahren |
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Kein
Geheimnis mehr.
Seitdem Louis Pasteur (1822-1895) das Geheimnis der Essiggärung
gelüftet hat, nämlich daß Essigbakterien,
auch genannt Essigmutter, Alkohol in Essigsäure umwandeln,
haben sich verschiedene Herstellungsverfahren entwickelt:
Das Orleans-Verfahren.
Dieses ist die älteste Methode der Essigherstellung.
Hierbei schwimmen die Essigbakterien (Essigmutter) an der
Oberfläche, und jede Woche wird ein kleiner Teil des
Rohessigs durch Wein ersetzt. Danach folgt eine monatelange
Lagerung. Da die Gärung im Faß nicht kontrollierbar
ist, führt dieses aufwendige Verfahren oft zu sehr starken
Qualitäts-schwankungen. Das Spanbildner-Verfahren.
Im Spanbildner rieselt die alkoholische Flüssigkeit in
großen zylindrischen Behältern, den sogenannten
Essigbildnern (oder auch Spanbildnern) pausenlos über
Buchenholzspäne. An diesen Spänen bilden sich Essigbakterien,
die nur in wenigen Tagen den Alkohol in Essigsäure umwandeln.
Bei dieser Methode sind eine strenge Kontrolle des Gärungsverfahren
und äußerste Hygiene, da große Verschleimungsgefahr
besteht, notwendig. Das
submerse Verfahren.
Dieses ist das modernste Verfahren unserer Zeit. Bei diesem
Prozeß wird Sauerstoff direkt in die alkoholische Flüssigkeit,
welche sich in einem Tank befindet, gepumpt. Durch diesen
Vorgang werden die Essigkulturen in Schwebe gehalten und können
den Alkohol in kurzer Zeit zu Essig umwandeln. Da in sogenannten
Acetatoren, die zum Beispiel von der Firma Frings hergestellt
werden, eine Tagesproduktion bis zu 30 000 Litern erzeugt
werden kann, ist das submerse Verfahren für die Industrie
von größter Bedeutung. Das submerse
Verfahren in der WIENER ESSIG BRAUEREI.
Um aber unseren hohen Ansprüchen gerecht zu werden, haben
wir uns für einen Mini-Acetator entschieden (maximal
70 Liter Tagesproduktion), der mit submerser Verfahrenstechnik
arbeitet. Die Gärung wird so computergesteuert kontrolliert.
Meßsonden und ein Prozeßrechner überwachen
ständig Luft, Temperatur und Alkoholgehalt. |
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